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Der Abbau der Höttinger Brekzie in Innsbruck

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Der Abbau der Höttinger Brekzie in Innsbruck – Ursprung des „Tiroler Werksteins“

GRUNDINFORMATION

ZUGÄNGLICH: von außen
GEMEINDE: Innsbruck
ADRESSE: Höhenstraße
GEOGRAFISCHE KOORDINATEN: 47.282312, 11.394365 
PROVINZ: Nordtirol

ANFAHRT: Auf der Inntalautobahn A12 nach Innsbruck, dann über verschiedene Wege quer durch Innsbruck immer Richtung Hungerburg. Ein Parkplatz befindet sich auf der anderen Straßenseite des Klettergartens direkt neben der Straße.

BESCHREIBUNG

Auf dem Innsbrucker Stadtgebiet steht Dolomitgestein an – zumindest als Komponente der „Höttinger Brekzie“. Die „Höttinger Brekzie“ ist ein äußerst interessanter Naturwerkstein, bei dem es sich um verfestigte Schuttablagerungen des Karwendelgebirges (Kalkstein und Dolomitgestein) handelt. Die genannten Bausteine des Gebirgszuges bilden mit ihrer meist kantigen Form die Komponenten der „Höttinger Brekzie“. Aus diesem Grund wird dieses Gestein als Brekzie (= Gestein aus kantigen, durch ein Bindemittel fest verbundene Gesteinstrümmer) bezeichnet. Die zusätzliche Bezeichnung „Höttinger“ ist auf das Vorkommen dieses Gesteins oberhalb von Innsbruck im Stadtteil Hötting zurückzuführen. Die enorme Bedeutung der „Höttinger Brekzie“ als Naturwerkstein in Tirol dokumentieren zahlreiche Steinbrüche oberhalb der Altstadt. Über Jahrhunderte wurde dieses Gestein aufgrund seiner guten Bearbeitbarkeit, seiner relativ guten Widerstandsfähigkeit gegenüber Witterungseinflüssen und seiner Schönheit als Bau- und Werkstein verwendet. Einen besonders markanten Aufschluss der rötlich gefärbten „Höttinger Brekzie“ stellt der ehemalige „Mayr'sche Steinbruch“ (Sohle auf etwa 750 m Seehöhe) dar. In diesem offengelassenen Steinbruch lassen sich die Ablagerungsstrukturen besonders gut studieren. Heutzutage ist der Steinbruch ein beliebtes Klettergebiet im Stadtgebiet Innsbrucks, das über unterschiedlich lange und verschieden schwierige Klettertouren verfügt.

Höttinger BrekzieHöttinger Brekzie

WISSENSWERTES

Die „Höttinger Brekzie“ wird in eine rote und weiße Varietät unterteilt, die sich in ihrer Zusammensetzung und Materialeigenschaften unterscheiden. Für die überwiegende Anzahl der Bauwerke in Tirol wurde die rote „Höttinger Brekzie“ verwendet, da die weiße „Höttinger Brekzie“ eine vergleichsweise höhere Porosität und geringere Festigkeit besitzt, weswegen sie als Baumaterial wenig geeignet war und entsprechend selten genutzt wurde.

LITERATURVERZEICHNIS

  • U. Obojes, W. Hauser und P. W. Mirwald, Naturwerkstein und Denkmalpflege in Tirol – Stein als Baustoff, Forschungsobjekt und Kulturgut, Tiroler Kunstkataster und Tyrolia-Verlag, 2007.
  • R. Klebelsberg, Nutzbare Bodenvorkommen in Nordtirol, Veröffentlichungen des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum – 019, 1939.
  • U. Obojes und C. Spötl, Die pleistozäne Rote Höttinger Breccie bei Innsbruck: eine warmzeitliche Bildung?, Bericht des Instituts für Erdwissenschaften der Universität Graz, 2004.

AUTOR: Tobias Bader, 30/04/2020

DIE PARTNER DES PROJEKTS

 

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